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Im Gespräch mit Medienmacher Frank Dopheide vom Handelsblatt

Frank Dopheide

»Walter Knoll passt wunderbar zu uns, der Name steht wie das Handelsblatt für exzellente Produkte. Und monströs viel Erfahrung.«

Frank Dopheide, Geschäftsführer für Kundenentwicklung und Markenführung der Handelsblatt Media Group, spricht über Marken und warum er seine Vision vom neuen Handelsblatt nur mit Walter Knoll umsetzen wollte.


Herr Dopheide, was für Möbel stehen in Ihrem Büro?

Ich habe gar kein Büro, das ist Teil des Kulturwandels, den wir leben. Verlage sind hierarchische Unternehmen, da hat es die Geschäftsführung oft schwer, die Stimmung der Mitarbeiter und Abteilungen zu spüren. Deshalb suche ich mir Tag für Tag einen Platz zwischen den Kollegen. Aber von acht bis neun Uhr morgens sitze ich unten im Foyer.

Sie arbeiten im Foyer?

Ich lese unsere Zeitungen und lese in den Gesichtern meiner Kollegen – wie sie zur Arbeit gehen. Jeder weiß und sieht, ich bin ansprechbar. Manche zögern ein paar Tage, dann kommen sie. Mal geht es um einen schwierigen Kunden, mal um den Bürohund. Viele Dinge sind zu klein für einen offiziellen Termin bei der Geschäftsführung, aber sie belasten den Arbeitsalltag, und so finden wir schnell eine Lösung.

Aber ein Lieblingsstück haben Sie schon unter den neuen Büromöbeln?

Mein Favorit ist der Sessel FK Lounge. Ein repräsentatives Stück, das souveräne Entspanntheit verkörpert. Auf unseren FKs im Eingangsbereich sitze ich gern mit Kunden. Wenn das ­Handelsblatt so einladend wirkt wie dieser Sessel, dann bin ich happy.

FK Lounge

Wie soll das Handelsblatt der Zukunft sein?

Wir gehen den Weg von einer ehrwürdigen Wirtschaftszeitung zur innovativen Mediengruppe. Wir wollen den wirtschaftlichen Sachverstand in der ganzen Gesellschaft verbreiten – gedruckt, digital und live. Unsere Zeitung ist 73 Jahre alt, man liebt unsere Erfahrung, unsere einordnende Kraft. Das ist toll, aber wir dürfen nicht an Ernsthaftigkeit ersticken. Darum müssen wir das Alte in die Zukunft überführen.

Wie gehen Sie diese Transformation an?

Unser neues Gebäude ist ein wichtiger Baustein dabei. Wir wollten einen Flagship-Store. Wenn unsere Produkte immer virtueller werden, hilft ein Ort, an dem Mitarbeiter, Leser und Kunden physisch mit der Kraft unserer Marke in Berührung kommen. Die Räume und Möbel müssen unsere Marke und ihre Werte sichtbar und begreifbar machen.

Handelsblatt

Was spüren Sie, wenn Sie Ihre Möbel nun berühren?

Exzellenz, Unabhängigkeit, Klarheit, Gemeinschaft, Innovation. Exzellenz ist fundamental, das sieht man unseren Schreibtischen an, den Polsterbänken und Sofas. Jeder Mitarbeiter fühlt, dass der Exzellenzanspruch auch für ihn gilt. Jeder Besucher, ob Kunde oder Bewerber, soll uns als zukunftsgewandtes Unternehmen wahrnehmen.

Heißt das, Bewerber wählen ihren Arbeitgeber nach dem Interieur aus?

Es ist doch unfassbar, wie viel Zeit unseres Lebens wir im Büro verbringen. Und dieser Raum hat Einfluss auf unsere Entscheidungen. Wenn man nicht auf die Möbel, die technische Ausstattung und die Qualität der Kaffeemaschinen achtet, ist das eine Dokumentation von Gleichgültigkeit. Deshalb haben wir unser neues Gebäude mit viel Bedacht und noch mehr Hingabe ausgestattet.

Warum haben Sie sich für Walter Knoll entschieden?

Das Unternehmen passt wunderbar zu uns – ­Walter Knoll steht wie wir für exzellente Produkte. Und monströs viel Erfahrung. Markus Benz und sein Team haben ein hohes Maß an Empathie und Kreativität an den Tag gelegt.

Handelsblatt

Wie haben Sie Walter Knoll gebrieft?

Wir haben ihnen unsere Markenstrategie an die Hand gegeben und mit ihnen erarbeitet, welche Werte transportiert werden müssen und welcher Raum welche kommunikative und emotionale Aufgabe erfüllt. Manchmal haben wir hart gerungen, aber das Ergebnis ist eine außergewöhnliche, spürbare Leistung.

Was sagen Ihre Besucher?

Sie sagen, sie wollen hierbleiben und bei uns arbeiten. Sie loben die konzentrierte Kraft und das schöne Ambiente. Die Sichtweise der Mitarbeiter wandelt sich auch. Sie nehmen uns jetzt als viel beweglicher und moderner wahr. Dabei muss man bedenken, viele unserer Mitarbeiter sind Journalisten, ein besonders kritischer Menschenschlag. Wenn sie loben, ist das der ultimative Ritterschlag.


Zur Person

Frank Dopheide ist seit 2014 Geschäftsführer für Kundenentwicklung und Markenführung der Handelsblatt Media Group. Zuvor war er Chairman der Werbeagentur Scholz & Friends in Düsseldorf und bei Grey Worldwide, und er gründete die Agentur Deutsche Markenarbeit.