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Interview mit Koen Maerevoet – Chef von KPMG Belgien

Koen Maerevoet

» Wir haben ein ungewöhnliches Gebäude bezogen und suchten nach Möbeln, die Innovation und Beständigkeit ausstrahlen. Bei Walter Knoll haben wir sie gefunden.«

Koen Maerevoet von KPMG Belgien erzählt, was Möbel mit Wertschätzung, Teamgeist und Management zu tun haben. Und wieso Klienten ihn so gern in seinem Büro besuchen. Ein Interview über Achtsamkeit.


Herr Maerevoet, Sie haben gerade sehr zielstrebig in dem 369 von Walter Knoll Platz genommen. Ist das Zufall?

Keineswegs. Dieser Sessel ist mein Lieblingssitzmöbel. Er ist kompakt, flexibel und sehr bequem, und seine Hochwertigkeit zollt Gästen und Mitarbeitern Respekt.

Warum haben Sie für Ihr neues Headquarter Möbel von Walter Knoll gewählt?

Wir haben hier ein ungewöhnliches Gebäude bezogen – und suchten nach ungewöhnlichen Möbeln. Sie sollten ausstrahlen, was auch für unsere Arbeit wichtig ist: Innovation, Beständigkeit und Vertrauen. Bei Walter Knoll wurden wir fündig. Architektur und Einrichtung harmonieren sehr gut – miteinander und mit den Werten von KPMG.

Hier im zehnten Stock gibt es verschiedene Besprechungszimmer, fast alle Tische sind rund. Hat das auch mit Ihren Werten zu tun?

Wir sind zwar ein großes Unternehmen, aber im Grunde fühlen wir uns wie eine Familie und kommunizieren auch so. Einmal im Monat lade ich ein Dutzend Mitarbeiter zum Lunch ein, um mit ihnen eine offene Diskussion zu führen. Dass wir dabei in großer Runde sitzen, das erleichtert das Gespräch.

Was bedeutet Führung für Sie?

Eine Gruppe zu gemeinsamen Zielen zu führen. Eine Vision verständlich zu kommunizieren und daraus eine Strategie zu entwickeln.

Was ist wichtiger? Führen oder die Mitarbeiter machen lassen?

Gute Frage. Unsere Mitarbeiter sind hoch qualifiziert und möchten eigene Entscheidungen fällen. Daher ist es für uns wichtig, immer eine Balance zwischen Autonomie und Struktur zu finden. Auf der einen Seite stehen die Mitarbeiter, die selbstständig entscheiden möchten. Auf der anderen Seite steht das Team, das ein gemeinsames Ziel verfolgen sollte. Bei uns ist am Ende das Team wichtiger als das Individuum.

Wie haben sich Führungsstile verändert?

Früher war Expertise das Hauptein­stellungskriterium. Damals hatten Führungskräfte Kontrollfunktion. Heute geht es darum, Mitarbeiter zu motivieren. Daher sind es nicht zuletzt die sozialen Kompetenzen, die wir abfragen.

Wie hat sich Ihr Führungsstil verändert?

Ich höre mehr zu und kommuniziere mehr als früher. Meine Mitarbeiter erwarten unmittelbar Feedback auf ihre Fragen und Anregungen. Wir tauschen uns ständig aus.

In Sachen Leadership wird viel über New Work, Agilität und Holokratie diskutiert. Wie wichtig sind Ihnen diese Themen?

Wir sprechen darüber. Meiner Meinung nach sind es wichtige Punkte auf dem Weg zur Teamarbeit. Teamwork ist für mich die Zukunft. Entscheidungen können besser und schneller umgesetzt werden, wenn ein Team an einem Strang zieht, viel effizienter, als wenn lediglich auf Vorgaben von oben reagiert wird.

Sollte sich die Unternehmenskultur in den Möbeln widerspiegeln?

Unbedingt. Bei der Einrichtung ist es wichtig, zunächst die Unternehmenskultur zu begreifen. Unsere zeichnet sich durch Freundlichkeit aus, durch Transparenz und enge Kontakte.

Wie zeigt sich das in den Möbeln?

Letztlich geht es um Qualität und Vertrauen. Und genau diese Werte verkörpert die Einrichtung: klare Formen und großes Können bis ins Detail – das sind auch unsere Markenwerte. Ich vergleiche KPMG gern mit einem Familienunternehmen. Unser Tone of Voice ist weniger aggressiv als bei anderen Companies, wir versuchen, unsere Mitarbeiter zu motivieren. Die Möbel kommunizieren diesen Umgang des Unternehmens mit Menschen, mit der Umwelt, seine Einstellung zur Zukunft. Das heißt, mit den Möbeln zollen wir also unseren Mitarbeitern und Kunden Respekt. Und natürlich sind sie auch Teil unseres Brandings.

Wie reagieren Besucher auf das Interieur?

Unsere Kunden zeigen sich von dem Gebäude und den Möbeln beeindruckt. Viele möchten sich neuerdings lieber in unserem Office zu Besprechungen treffen. Das ist natürlich ein schönes Kompliment.


Zur Person

Koen Maerevoet ist Chef von KPMG Belgien, 2016 wurde der Jurist und Steuerexperte CEO im Unternehmen.


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