Referenzen

Fraport Terminal 3, Frankfurt, Deutschland

Für das neue Terminal 3 am Flughafen Frankfurt entwickelte Walter Knoll maßgeschneiderte Sitzlandschaften für eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte Europas.

Mit Terminal 3 entsteht am Flughafen Frankfurt ein neues internationales Drehkreuz für Millionen Reisende jährlich. Das von Mäckler Architekten entworfene Projekt zählt zu den größten Infrastrukturprojekten Europas. Der Entwurf verbindet die Anforderungen eines internationalen Flughafens mit einer Gestaltung, die den Aufenthalt der Reisenden in den Mittelpunkt rückt. Für die unterschiedlichen Bereiche des Terminals entwickelte Walter Knoll maßgeschneiderte Sitzlandschaften, die sich durch das gesamte Gebäude ziehen – von öffentlichen Aufenthaltsbereichen über die Transitflächen bis zu den Gates.

Eine neue Qualität des Aufenthalts

Die Gestaltung von Terminal 3 folgt einem klaren Hospitality-Gedanken. Der Aufenthalt wird dabei als selbstverständlicher Teil der Reise verstanden. Zwischen Ankunft und Abflug entstehen Orte, die Komfort bieten und dem Wohlbefinden der Passagiere Raum geben.

Eigens für das Terminal entwickelte Polsterbänke begleiten die unterschiedlichen Phasen einer Reise. Sie bieten Raum für eine kurze Pause, für Gespräche oder für längere Wartezeiten und reagieren auf die vielfältigen Bedürfnisse der Reisenden. 

Der Marktplatz als prägendes Raumerlebnis

Im internationalen Transitbereich eröffnet sich mit dem Marktplatz ein neues Retail- und Gastronomieerlebnis, an dem sich Aufenthalt, Orientierung und Weiterreise miteinander verbinden. Geprägt wird der Raum von der skulpturalen Tropfendecke von LAVA (Stuttgart), die aus tausenden individuell gebogenen Aluminiumrohren gefertigt wurde und sich markant über den offenen Bereich spannt. Darunter ziehen sich geschwungene Sitzlandschaften durch den Raum und greifen die fließende Formensprache der Architektur auf.

Teilweise bis zu 17 Meter lang, entstehen geschwungene Sitzlandschaften, die unterschiedliche Situationen für Aufenthalt, Austausch oder Rückzug schaffen. Die organischen Konfigurationen strukturieren den offenen Raum und ermöglichen zugleich fließende Bewegungen durch den Marktplatz. Zwischen Gastronomie, Retail und Wartebereichen entstehen vielfältige Möglichkeiten des Aufenthalts. Der Marktplatz wird so zum offenen und lebendigen Mittelpunkt des Terminals.

"Unser Anspruch im Terminal 3 ist es, den Aufenthalt für unsere Passagiere in all seinen unterschiedlichen Formen so angenehm wie möglich zu gestalten. Walter Knoll hat dafür maßgeschneiderte Lösungen entwickelt, die Komfort, Funktionalität und Gestaltung miteinander verbinden und damit einen wesentlichen Beitrag zur Aufenthaltsqualität leisten."

Doris Terezinha Rösner, Customer Experience, Fraport AG

 Maßgeschneiderte Lösungen für komplexe Anforderungen

Die Anforderungen an die Möblierung unterscheiden sich entlang des gesamten Terminals. Entsprechend variieren Form, Größe und Ausführung der Sitzlandschaften – von linearen Anordnungen bis hin zu geschwungenen Konfigurationen und freistehenden Inseln. Als Grundlage diente die Foster 620 Bench, entworfen von Norman Foster und für Terminal 3 projektspezifisch weiterentwickelt.

Die komplexen Geometrien und individuellen Konfigurationen verlangen eine präzise handwerkliche Umsetzung bis ins Detail und prägen den Charakter der Möblierung im gesamten Terminal. Die Implementierung der unterschiedlichen Möblierungslösungen über das gesamte Terminal hinweg erfolgte durch Designfunktion.
Neben der gestalterischen Vielfalt galt es, die technischen Anforderungen eines internationalen Flughafens zu erfüllen. Funktionale Elemente wie integrierte Tische und Stromanschlüsse sind ebenso selbstverständlich Teil der Planung wie Brandschutz, hohe Belastbarkeit, einfache Pflege und eine auf intensive Nutzung ausgelegte Ausführung.So verbinden die Lösungen gestalterische Qualität mit den Anforderungen eines hochfrequentierten öffentlichen Raums.

"In einem internationalen Flughafenprojekt wie Fraport Terminal 3 werden hohe Anforderungen an Sitzsysteme gestellt – von strengen Brandschutzvorgaben über Belastbarkeit und Langlebigkeit bis hin zur Integration unterschiedlichster Nutzungssituationen. Walter Knoll hat diese komplexen Anforderungen mit individuellen Lösungen umgesetzt, die technische Funktionalität und gestalterische Qualität miteinander verbinden."

Raphael Orlandi, Terminalinfrastrukturmanagement, Fraport AG

Architektur für den Menschen

Die Architektur von Terminal 3 folgt der Idee einer Stadt im Kleinen. Plätze, Wege und unterschiedliche Aufenthaltszonen strukturieren das Gebäude und schaffen Orientierung entlang des gesamten Reisewegs. Großzügige Tageslichtführung, fließende Übergänge zwischen den Bereichen und ein zurückhaltendes Materialkonzept verleihen dem Terminal eine ruhige Atmosphäre, die bewusst einen Gegenpol zur Dynamik des Reisens bildet. Mit Terminal 3 entsteht ein Flughafen, der die Rolle öffentlicher Infrastruktur neu interpretiert und zeigt, welche Kraft Architektur bei der Gestaltung öffentlicher Räume entfalten kann.

Newsletter
Neuigkeiten, Updates, Einblicke und Inspiration von Walter Knoll – zugeschnitten auf Ihre Interessen.